*6. Juni 1917 - † 25. Oktober 2013
Henny Georgine Marie kam in Eberstadt als Tochter von Henriette und Wilhelm Kirschner zur Welt. Ihr Interesse waren Musik, Kunst und Literatur. Sie las gerne über fremde Kulturen, fotografierte, pflegte einen Freundeskreis und zahlreiche Brieffreundschaften. Über Zeitung und Radio hielt sie bis ins hohe Alter Kontakt zum gesellschaftlichen und politischen Leben. Henny starb friedlich zuhause mit 96 Jahren.
Der Garten war Hennys Paradies. Sie hat den Garten gestaltet und nach Farben jahreszeitlich komponiert, Blumen gesät, Gemüse gezogen und geerntet. Feigen und Beeren gediehen prächtig. Hennys Torten und Obstkuchen waren legendär.
Im Garten mit den hohen Kiefern genoss sie das Vogelgezwitscher. Ihre Hühner folgten auf Zuruf, die Nymphensittiche Jako und Koko schmusten auf ihrer Schulter.
Tante Henny, die Cousine und Freundin meiner Mutter, hat mich schon als Kind sehr beeindruckt. Ihr Haus hing voller Bilder, große Landschaftsgemälde in schweren Rahmen, aber auch viele Aquarelle und Zeichnungen. Wilhelm Kirschner, ihr verehrter Vater, war Heimatmaler. Henny hatte eine Ausbildung am Musikkonservatorium, spielte Klavier und hörte mit Leidenschaft Opern und Klassische Musik. Sie erzählte viel und spannend. Gerne hörte ich ihr zu, wenn sie ganze Radiosendungen wiedergab oder Reiseberichte, die sie gerade gelesen hatte. Ihr Gedächtnis war phänomenal. Erst im hohen Alter wurde sie stiller und hörte lieber zu.
Gedenken an
| Irmgard H. | Henny L. | Manfred P. |
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