Das Thema der Schöpferin nehme ich immer wieder auf. Mal als Weltenschafferin, als Ur-Mutter oder als Parodie auf die „verzückten“ Heiligenbildchen. Die betenden Hände in Form einer Vulva, die Quelle, wo alles Leben entspringt.
In Köln, Bonn, im Rheinland bis hin in die Eifel gibt es die Matronen-Altare aus der Römerzeit. Die Göttinnensteine wurden errichtet, um Schutz für die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erbitten oder als Dank für die Errettung von einer Gefahr oder Krankheit.
Die weibliche Dreifaltigkeit war in allen alten Kulturen da. Die drei Nornen lenken die Geschicke der Menschen, indem sie die Fäden des Schicksals spinnen, weben und abschneiden. Den Menschen bringen sie Heil wie Unheil und definieren deren Lebensspanne. Alles ist mit allem verbunden, verwoben – so wie die Nornen als die „Drei göttlichen Weberinnen“ ständig alles aus den verschiedenen Dimensionen des Gewordenen, des Seienden und Werdensollenden miteinander verweben.