Buch-Gestaltung

Gedenkort Deportationslager

Köln-Müngersdorf 1941 - 1945

Die feierliche Einweihung des „Gedenkorts Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941-1945“ am 15. März 2020 wurde wegen der Corona-Krise kurzfristig abgesagt. Daraufhin hat der Bürgerverein entschieden, diese Dokumentation zu erstellen.

 

Hier sind im ersten Teil die vorgesehenen Redebeiträge der Einweihung, zu der sich rund 800 Gäste angemeldet hatten, abgedruckt. Der zweite Teil befasst sich unter anderem mit den geschichtlichen Hintergründen des Deportationslagers und der Entstehungsgeschichte des Gedenkortes sowie mit dem Künstler Simon Ungers, dessen Kunstwerk im Zentrum des Erinnerungsortes steht.

 

Basis und Ausgangspunkt des Vorhabens, diesen Gedenkort zu schaffen, waren die umfangreichen Recherchen zur Geschichte des Müngersdorfer Lagers, veröffentlich in der Broschüre „Opfer des Nationalsozialismus in Köln-Müngersdorf 1941-1945“ von 2017.

 

Die Planungen und Realisierung des Gedenkortes, die nahezu vier Jahre in Anspruch genommen haben, erfolgten mit intensiver Begleitung des NS-Dokumentationszentrums Köln. Zuspruch, großartige Hilfen und Unterstützung für dieses Vorhaben hat der Bürgerverein zudem von vielen Seiten erhalten.

Aus dem Inhalt

Teil 1: Die abgesagte Einweihung | Geplante Reden zur Einweihungsfeier
Staatssekretärin Annette Storsberg | Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Das jüdische Gebet zur Schoah | Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden | Hildegard Jahn-Schnelle, Vorsitzende BVM | Dr. Werner Jung, Direktor NS-Dok | Lied David, Rolly, Benjamin und Stephan Brings

Teil 2 | Informationen zum Gedenkort | Vorbemerkung zum zweiten Teil
Zur Geschichte des Sammellagers 1941-1945 | Stationen auf dem Weg zum Gedenkort | Konzeption des Gedenkorts | Simon Ungers schuf die Skulptur
Pater Friedhelm Mennekes SJ über Simon Ungers | Der Weg des Gedenkens |
Bau und Herstellung | „Der Bevölkerung“

Buch-Gestaltung

Da der erste Teil des Buchs mit den zahlreichen Reden sehr textlastig ist, war mir von der Gestaltung eine grosszügige Gliederung durch doppelseitige Fotos des Gedenkortes wichtig. Ute Prang hat die Skulptur von Simon Ungers zu verschiedenen Jahreszeiten fotografiert. Den Reden folgen Berichte Überlebender, die diese Zeit von 1941 bis 1945 in Müngersdorf miterlebt hatten und einige historische Fotos beisteuerten.

Der zweite Teil zeigt dokumentarisch mit vielen Fotos und einer Zeittafel die Entstehungsgeschichte des Gedenkortes. Hier war mein Bestreben mit dem unterschiedlichen Bildmaterial eine ruhige Gestaltungslinie durchzuziehen.

 

Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941-1945
Wider das Vergessen

Reden zur Einweihung und Informationen zu den geschichtlichen Hintergünden des Lagers und zur Entstehung des Gedenkorts

Redaktion: Hildegard Jahn-Schnelle | Kurt Schlechtriemen

Gestaltung: Monika Frei-Herrmann

80 Seiten | Format 14,7 x 21 cm | Gebunden, Pappband
2020 | Herausgeber: Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.

ISBN 978-3-00-065768-9

Erhältlich beim Kölner Buchhahndel (Schutzgebür 2 Euro), beim Bürgerverein info@bvm.koeln oder beim NS-Dokumentationszentrum Köln.