Kommentare  zum  Kochbuch

Wo bleibt der Speck

13.10.2018  | „Ich verlasse Hotel Mama. Je näher dieser Schritt rückt, desto mehr wird mir bewusst, was er wirklich bedeutet. Es gibt Wohnungen ohne Möbel, Lampen, Toiletten ohne Toilettenpapier. Küchen ohne frisch gekochtes Mittagessen. Bisher war es eine Selbstverständlichkeit, jetzt schwant mir, dass es sehr anstrengend sein wird, diesen Standard auf Dauer halten zu können. Damit dieser kulinarische Schock nicht zu groß wird, habe ich mir ein Kochbuch geschnappt, das bei uns im Wohnzimmer herumlag. ‚Mein kulinarisches Erbe – Traditionelle Rezepte Schritt für Schritt fotografiert‘ von Monika Frei-Herrmann. Die ganze letzte Woche habe ich danach gekocht. Zunächst Schnitzel mit Senfkruste und Bratkartoffeln. Eine Kombination, die ungewollt zum Luxusgericht ausartete, denn die Metzger in Frankfurt kennen kein Schnitzel vom Rind und verkauften mir daher Rinderfilet. Das Essen war wie zu erwarten großartig, allerdings riss es ein riesiges Loch in mein Budget. Gutes kostet. Darf es aber nicht jeden Tag.

Deshalb gab es am drauffolgenden Tag die Nudelpfanne mit Ei, die ich mir auch als Student gut werde leisten können. Nach meinem Geschmack fehlte aber dabei der Speck. Ich glaube nicht, dass badische oder Schweizer Hausfrauen ohne Speck kochen. Überhaupt: Schweinefleisch in jeglicher Form ist im gesamten Kochbuch nicht zu finden. Es ist wohl doch ein Kochbuch der besseren Stände. Also Nudelpfanne mit Ei. Durch meinen Eifer überdimensionierte ich jedoch das Gericht, die vorgegebene Dosiermenge an Nudeln schien mir viel zu gering. Faktor 5 (500 Gramm Nudeln statt 100 Gramm) und 10 Eier statt 2 haben die Pfanne gesprengt und dazu geführt, dass wir zu dritt zwei Tage davon essen konnten, ehe die Reste doch vernichtet werden mussten. Die Mengenangaben scheinen also doch eher realistisch statt knickrig.

Danach übte ich mich in der Herstellung von Hähnchenbrust mit Paprika-Beilage, rezeptgenau und ins Budget passend. Rösti zum Kalbsgeschnetzelten sind machbar, Herr Nachbar, aber nur sonntags. Nudeln mit Petersilie – einfach, quick und super. Grüne Soße nehme ich mit dem Buch nach München mit, gibt es in Frankfurt vorgefertigt; in München unbekannt. Die frische Minestrone ist herrlich, aber dauert. Weiße Bohnen müssen vorgekocht werden (können aber auch aus der Dose verwendet werden), Speck (es gibt ihn doch) muss ausgelassen werden. Gurken kann man entwässern – ein Trick für ausgebuffte Köche, der aber den Kartoffelsalat weicher macht. Das Foto zeigt, wie die Gurken von dem schräggelegten Schneidebrett abtropfen. Folge dem Foto! Und es schmeckt. Selbst Kuchen ohne Mehl.

Nach dieser Woche des Probekochens habe ich einiges gelernt: Bratkartoffeln muss man vorher nicht kochen, sie schmecken auch lecker, wenn man sie roh in der Pfanne brät. Außerdem wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, Paprika mit Honig zu würzen, was jedoch ein sehr gutes Aroma erzeugt. Jedoch ist bei der Auswahl der Rezepte auf den Geldbeutel zu achten, da man schnell durch die animierenden Fotos zum Nachmachen verführt wird. Meine persönliche Meinung zu dem Kochbuch ist, dass sich die Rezepte gut für Festtagsgerichte eignen. Klar, solche Anleitungen gibt es auch per Smartphone. Aber Teigfinger zerstören jede Tastatur, die Bilder sind zu klein. Und vieles klingt bieder: Markklößchensuppe. Klingt sehr nach Oma. Aber die konnte: kochen.“

Konstantin

Top 3

26.10.2018 | Das Kochbuch „Mein kulinarisches Erbe“ hat mich sehr inspiriert und ich habe daraufhin sofort die Zutaten für das „Orangen-Mandel-Tarte“ (S. 162) gekauft, welcher ohne Mehl und ohne Butter auskommt. Ich habe den Kuchen für meinen Partner gebacken und wir waren beide hellauf von dem Resultat begeistert. Der Kuchen ist wunderbar saftig und extrem lecker. Mein Freund hat diesen Kuchen gleich in seine Top 3 Lieblingskuchen Kategorie aufgenommen; man muss wissen, dies ist bei ihm nicht so einfach.

Ich freue mich schon, weitere Rezepte auszuprobieren!

Steffie

macht Appetit auf...

21.9.2018 | Liebe Monika, nun habe ich mir gleich Dein Buch einmal angeschaut. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt: eine professionelle, zugleich aber auch eine sehr persönliche Arbeit.
Es fängt ja an mit dem Titel, der sehr gelungen ist. Er verspricht Individuelles, nicht Alltägliches. Und dann die schöne Schriftart und der farbige und doch dezente Umschlag! Auch das Innere spricht mich sehr an. Jedes Blatt, jede Seite und jedes Detail ist mit großer Sorgfalt „inszeniert“. Und da sind nun mal auch die wirklich schönen Bilder in Abstimmung mit dem Text. Man spürt Deine Herkunft (Folkwang), aber auch Dein persönliches Engagement, die Leidenschaft für Form und Inhalt.
Beim „Inhalt“ fühle ich mich ein wenig überfordert, obwohl das an mir liegt. Ich esse eher einfach, habe auch, wenn keine Frau da war, immer selbst gekocht. Aber immer auch nur das, was satt macht und nicht so viel Arbeit erfordert. Wie dem auch sei: Jetzt, kurz vor Mittag, bin ich auf die Probe gestellt: Habe ich denn jetzt Appetit auf Linsensalat, echt badische Spätzle oder doch Schnitzel mit Senfkruste? Oder auf alles zusammen? 
Ich wünsche Deinem Buch viele Auflagen! Herzliche Gratulation

Kurt Schlechtriemen

2.9.2018 |   „Sieht alles sehr lecker aus. Und scheint vorallem nicht kompliziert zu sein. Freue mich schon nachzukochen. Ich finde es wirklich sehr ansprechend und sehr motivierend für die Umsetzung gemacht.“ 

Haarpraktiker Rogall

Leichter als gedacht

29.10.2018 | Meine Frau hatte eine Aufgabe für mich, ich sollte endlich selber kochen. Da sie beruflich für einige Wochen weg musste kaufte sie mir das Kochbuch "Mein kulinarisches Erbe" von Monika Frei-Herrmann. Zuerst dachte ich mir, das schaffe ich nie, aber als ich dann durch das Kochbuch blätterte und sah, dass wirklich jeder Schritt genau erklärt wird und man auf den Fotos sieht wie es aussehen sollte, wagte ich den Sprung. Klar, dass ich als erstes zielstrebig nach ganz einfachen Rezepten suchte - Ofen-Kartoffeln damit hatte ich mein erstes Erfolgserlebnis kinderleicht sozusagen. Dadurch mutiger geworden wagte ich mich an die Petersilien-Spaghetti, auch da steuerte ich problemlos durch und konnte stolz genießen. Mit jedem Rezept, das ich ausprobierte machte es mir mehr Spaß. Es ist die Vielfalt der traditionellen Rezepte, die klare Schritt für Schritt Beschreibung und die kleinen liebevollen Texte und Anekdoten zu den einzelnen Rezepten, die mich als Kochanfänger voll von diesem Kochbuch überzeugt haben. Und als nächstes werde ich mich auch an die Kuchen-Rezepte wagen - freu mich schon drauf - und meine Frau war mehr als baff, als ich ihr nach ihrer Rückkehr ein überbackenes Hähnchenfilet zauberte. MH

1.09.2018 | Liebe Monika, Dein Kochbuch „Mein kulinarisches Erbe“ begeistert uns sehr. Die vielen Bilder und Erklärungen zu den einzelnen Rezepten machen Lust und Appetit auf das Nachkochen der Gerichte. Wir haben gleich ein Exemplar an eine junge Nichte verschenkt, die bisher wenig gekocht hat. Auch sie war begeistert von den leckeren Gerichten und den leicht verständlichen, gut beschriebenen Arbeitsschritten. Wie wir, wird sie viele Rezepte nachkochen.
Brigitte und Hilmar

Sehr lebendig

8.9.2018 | Ich finde bei dem Buch besonders die Übereinstimmung zwischen Text und den sehr sehr schönen Fotos gut gelungen.
Persönliche Bemerkungen machen das Anschauen und Lesen der alten und neuen Rezepte sehr lebendig. Für ungeübte Köchinnen sind die Abläufe gut erklärt und daher leicht nachzukochen. Und für die Freundin ist es natürlich anrührend und erinnerungsträchtig, im Buch viele Bekannte wiederzutreffen. Angelika aus Berlin

Ein Vermächtnis

28.8.2018 | Hi Moni, heute kam dein Kochbuch bei uns an. Habe nun einige Seiten gelesen und schon viele tolle Rezepte gefunden.
Wirklich klasse die Idee mit den vielen schönen Fotos. Das ist mal wirklich ein Erbe.

Ach was... Ein Vermächtnis ! ??
Ich freue mich schon drauf die ersten Rezepte nachzukochen! Stephan

31.8.2018 | Hallo Monika, Habe mir dein neues Kochbuch ausgiebig angeschaut! 
Zuerst einmal: großes Lob für die Idee, all diese Rezepte zu sammeln und in einem handgeschriebenen Buch aufzubewahren! Auch die Idee, jedes Rezept in einzelnen Schritten zu fotografieren, finde ich sehr hilfreich und übersichtlich. Ja, es war manchmal sicher nicht einfach, in einer Hand den Kochlöffel und in der anderen das iPhone zu halten.... Aber es ist dir super gelungen. 
Ich finde auch sehr gut, dass du im Text deinen Werdegang, wie es zu dieser Sammlung kam, geschildert hast. Dabei habe ich viel Neues aus deinem Leben erfahren. Es gäbe noch viel mehr zu loben...... Auf jeden Fall werde ich einige Rezepte ausprobieren und freue mich schon drauf.
Ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem gelungenen Werk. Sigrid