Kommentare  zum  Kochbuch

26.10.2018 | Das Kochbuch „Mein kulinarisches Erbe“ entführt uns auf eine kulinarische Reise durch das Leben der Buchautorin Monika Frei- Hermann. In dem Buch stellt die Autorin Ihre Lieblings-Kochrezepte vor, welche Sie entweder von Ihrer Familie erlernt oder auf Ihren zahlreichen Reisen und Ihrer Zeit in der Schweiz kennen und lieben gelernt hat. Die Autorin beschreibt liebevoll, die Geschichte der verschiedenen Rezepte und erzählt nette Anekdoten aus Ihrem kulinarischen Leben.

Das Buch stellt eine ausgewogene Mischung aus traditionellen deutschen sowie modernen Rezepte aus der ganzen Welt vor.

Das Kochbuch hat mich sehr inspiriert und ich habe daraufhin sofort die Zutaten für das „Orangen-Mandel-Tarte“ (S. 162) gekauft, welcher ohne Mehl und ohne Butter auskommt. Ich habe den Kuchen für meinen Partner gebacken und wir waren beide hellauf von dem Resultat begeistert. Der Kuchen ist wunderbar saftig und extrem lecker. Mein Freund hat diesen Kuchen gleich in seine Top 3 Lieblingskuchen Kategorie aufgenommen; man muss wissen, dies ist bei ihm nicht so einfach.

Ich freue mich schon, weitere Rezepte auszuprobieren!

Steffie

 

2.9.2018 |   „Sieht alles sehr lecker aus. Und scheint vorallem nicht kompliziert zu sein. Freue mich schon nachzukochen. Ich finde es wirklich sehr ansprechend und sehr motivierend für die Umsetzung gemacht.“ 

Haarpraktiker Rogall

13.10.2018 | 

Traditionelle Rezepte

Wo bleibt der Speck

„Ich verlasse Hotel Mama. Je näher dieser Schritt rückt, desto mehr wird mir bewusst, was er wirklich bedeutet. Es gibt Wohnungen ohne Möbel, Lampen, Toiletten ohne Toilettenpapier. Küchen ohne frisch gekochtes Mittagessen. Bisher war es eine Selbstverständlichkeit, jetzt schwant mir, dass es sehr anstrengend sein wird, diesen Standard auf Dauer halten zu können. Damit dieser kulinarische Schock nicht zu groß wird, habe ich mir ein Kochbuch geschnappt, das bei uns im Wohnzimmer herumlag. ‚Mein kulinarisches Erbe – Traditionelle Rezepte Schritt für Schritt fotografiert‘ von Monika Frei-Herrmann. Die ganze letzte Woche habe ich danach gekocht. Zunächst Schnitzel mit Senfkruste und Bratkartoffeln. Eine Kombination, die ungewollt zum Luxusgericht ausartete, denn die Metzger in Frankfurt kennen kein Schnitzel vom Rind und verkauften mir daher Rinderfilet. Das Essen war wie zu erwarten großartig, allerdings riss es ein riesiges Loch in mein Budget. Gutes kostet. Darf es aber nicht jeden Tag.

Deshalb gab es am drauffolgenden Tag die Nudelpfanne mit Ei, die ich mir auch als Student gut werde leisten können. Nach meinem Geschmack fehlte aber dabei der Speck. Ich glaube nicht, dass badische oder Schweizer Hausfrauen ohne Speck kochen. Überhaupt: Schweinefleisch in jeglicher Form ist im gesamten Kochbuch nicht zu finden. Es ist wohl doch ein Kochbuch der besseren Stände. Also Nudelpfanne mit Ei. Durch meinen Eifer überdimensionierte ich jedoch das Gericht, die vorgegebene Dosiermenge an Nudeln schien mir viel zu gering. Faktor 5 (500 Gramm Nudeln statt 100 Gramm) und 10 Eier statt 2 haben die Pfanne gesprengt und dazu geführt, dass wir zu dritt zwei Tage davon essen konnten, ehe die Reste doch vernichtet werden mussten. Die Mengenangaben scheinen also doch eher realistisch statt knickrig.

Danach übte ich mich in der Herstellung von Hähnchenbrust mit Paprika-Beilage, rezeptgenau und ins Budget passend. Rösti zum Kalbsgeschnetzelten sind machbar, Herr Nachbar, aber nur sonntags. Nudeln mit Petersilie – einfach, quick und super. Grüne Soße nehme ich mit dem Buch nach München mit, gibt es in Frankfurt vorgefertigt; in München unbekannt. Die frische Minestrone ist herrlich, aber dauert. Weiße Bohnen müssen vorgekocht werden (können aber auch aus der Dose verwendet werden), Speck (es gibt ihn doch) muss ausgelassen werden. Gurken kann man entwässern – ein Trick für ausgebuffte Köche, der aber den Kartoffelsalat weicher macht. Das Foto zeigt, wie die Gurken von dem schräggelegten Schneidebrett abtropfen. Folge dem Foto! Und es schmeckt. Selbst Kuchen ohne Mehl.

Nach dieser Woche des Probekochens habe ich einiges gelernt: Bratkartoffeln muss man vorher nicht kochen, sie schmecken auch lecker, wenn man sie roh in der Pfanne brät. Außerdem wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, Paprika mit Honig zu würzen, was jedoch ein sehr gutes Aroma erzeugt. Jedoch ist bei der Auswahl der Rezepte auf den Geldbeutel zu achten, da man schnell durch die animierenden Fotos zum Nachmachen verführt wird. Meine persönliche Meinung zu dem Kochbuch ist, dass sich die Rezepte gut für Festtagsgerichte eignen. Klar, solche Anleitungen gibt es auch per Smartphone. Aber Teigfinger zerstören jede Tastatur, die Bilder sind zu klein. Und vieles klingt bieder: Markklößchensuppe. Klingt sehr nach Oma. Aber die konnte: kochen.“

Konstantin